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. Bitte beachten: Zusätzlich zu dieser Hauptseite, werden die verschiedenen Zeitabschnitte in separaten Epochen-Seiten behandelt! .
Weit schweift der Blick über den Hallwiler und Baldeggersee, hin bis zum Panorama der Alpenkette. Im Vordergrund liegt die Gemeinde Seengen, unweit davon das Wasserschloss Hallwil. Bis Heute, hat sich das Seetal seinen lieblichen Charme behaupten können. Der zur Urzeiten von den Alpen bis nach Seon vorgestossene Reussgletscher, hat dieses Tal mit seinen zwei Seen geformt.
Der Kanton Aargau gehört zu jenem Kanton, indem schon frühzeitig für die Eisenbahn geworben wurde.
Aarau: So präsentierte sich der Uebergabebahnhof NOB/SCB anno 1898. * Im Juli 2008 wurde der 150 Jahre alte Bau abgebrochen. Frühzeitig entfaltete sich der Wunsch, von Basel via Olten, Aarau durch das Seetal nach Luzern eine Gotthard-Zubringerbahn zu bauen.(Gotthard-Bahn eröffnet 1882)
Der durch den Konkurs der Nationalbahn arbeitslose Lutz propagierte darin eine Billigbahn, da man auf Landerwerb und Trassierungskosten verzichten konnte.
Sowas gabs kein 2. Mal in der Schweiz - Eine Normalspurige Strassenbahn durch ein ganzes Tal! Nachdem Lutz nach Hause zurück gekehrt war, machte er sich sogleich an die Planung.
Im Glauben dieser Betrag werde schon reichen, nahmen die Bauten ihren Fortgang.
Die Eröffnung:
Die 3 Betriebs-Direktoren der STB: 1883 - 1884 Estermann-Leu 1884 - 1889 Achilles Schucan 1889 - 1922 Theophil Schmidlin Estermann wurde bereits nach einem Jahr Amtszeit ersetzt durch den ehemaligen Kontrollingenieur des Schweizerischen Eisenbahndepartements Schucan. Durch Ihn wurde der Bahn ein solides Fundament geschaffen.Schucan wechselte danach zur RhB und wurde deren sehr erfolgreicher Direktor. Als wahren Glücksfall stellte sich in Folge, die Wahl Schmidlins heraus. Durch seine schöpferische und weitsichtige Art, verhalf er der STB zu wahren Höhenflügen. Als Beispiel daraus sei nur sein Geschenk an die Gemeinde Hochdorf erwähnt: ein Casino und Schauspielhaus! wo Touristen in STB-Salon und Buffetwagen aus aller Welt ins Seetal chauffiert wurden. Das Tal erwachte durch seine Umtriebigkeit durch die Ansiedelung von Industriebetrieben aus seinem Bauerndasein. .
Sein ganzes Herzblut steckte Schmidlin in "seine" Seethalbahn.Die Verstaatlichung setzte diesem,1925 den tragischen Todesstoss. Das Seetal hat diesem Mann Einiges zu verdanken.
Neuer Name:
Der Anschluss an die Haupt-Transversale:
Die STB als Vorreiter: Die STB blühte förmlich auf. Das Geschäft unter dem umtriebigen Direktor Schmidlin wuchs stetig.
Schnellzüge Wildegg -Lenzburg Stadt- Beinwil -Luzern!
Nie gebaut: * Einzelne Pläne, insbesondere das Projekt Boniswil-Meisterschwanden ist sehr ausführlich dokumentiert. Das für diesen Verbindungsast zur WM gar ein eigenener Triebwagen BCFe 4/4 vorgesehen war ist doch bemerkenswert. Werbegrafiken:
Auch die STB erkannte um die Jahrhundertwende den grossen Einfluss der Werbeplakate.
Die STB und die Schifffahrt:
Am 3.11.1890 führte die STB die Hallwilersee-Schiffahrt ein. Per Bahn kam das Schiff ins Seetal und wurde vor Ort zusammengebaut!
Projekt Standseilbahn: Eine Standseilbahn Beinwil am See - Homberg mit Spurbreite 1m, Höhendifferenz 260m , einer Steigung von 180 Promille und einer Fahrzeit von 17 Minuten blieb ebenfalls in den Schubladen.
***************** Die Elektrifikation **********************
Einzug des Elektrozeitalters in der Schweiz: 1888 Erste elektrische Eisenbahn überhaupt, Tram von Vevey bis Montreux.
Stromauswahl: Auf diesen Wechselstrom-Versuch aufmerksam wurden in Folge auch die gewissen Herren Brown und Boveri in Baden. ( BBC)
Neue Dampflok im Tal! Es zeigte sich in der Folge bald, dass BBC die Fristen nicht einhalten konnte.
Die STB-Masten kommen:
Unermüdlich schleppte nun die Nr. 51 hauptsächlich für die Bauzüge eingesetzt, Masten um Mastenzüge via Wildegg ins Tal.
Testfahrten: Gegen den Herbst 1909 waren die Arbeiten wenigstens auf der Zweiglinie nach Münster soweit abgeschlossen, dass man mit den ersten 3 der 8 BCe 4/4, Probefahrten absolvieren konnte.
Die aus den Versuchsfahrten gewonnen Erfahrungen setzte man sodann vorallem an Verbesserungen der Fahrleitung auf der Haupstrecke um.
Am 10.5.1910 war man soweit, dass der definitive Elektrische Betrieb auf dem Abschnitt Wildegg-Beinwil-Münster aufgenommen werden konnte.
Die Anlagen zum elektrischen Betrieb:
. Die Seethal-Masten:
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Abschliessend ist noch festzuhalten, dass die Fahrleitung bis zur Umstellung auf das SBB-Norm-Stromsystem ab 1930 ca. 40 cm höher hing als Heute.
P.S Die Fotos der Umsetzung der filigranen Masten in HO Massstab, finden Sie unter der Rubrik Modellbau.
. Sicher von grossem Nachteil war, dass unter dem Seethal-Stromsystem nur die dafür ausgerüsteten Loks fahren konnten. Zum Abschluss noch ein rares Foto, das seine Qualität dem Seltenheitswert den Vorrang gegen muss:
Die Umstellung auf das SBB-Stromsystem Da die alte Fahreitung und die zunehmend unter Abnützungserscheinungen leidenden Triebwagen den steigenden Betriebsverhältnissen nicht mehr genügten, entschied man sich 1930 für eine umfassende Erneuerung. Auch war mit Ausnahme der De 6/6 der sehr spezifische Fahrzeugeinsatz nicht länger tragbar. Der 5 mm Runddraht wurde durch 8 mm Profildraht ersetzt. Die Leitung befestigte man an Gasrohrausleger mit doppelten Hängeisolatoren. Wenn immer möglich wurden die bestehenden genieteten Masten verwendet. Die abzubrechenden Holzmasten ersetzte man durch verzinkte Stahlmasten und Querträger in den Stazionen. Alle Stazionen erhielten zudem eine Umgehungsleitung und neue Schwachstromanlagen wie z.B das Telephon. Lag früher die Fahrleitung 6,80- 7,00 m über Schienenoberkante, legte man sie neu tiefer, auf 6,00-6,20m. Die Vernetzung ans SBB-Netz erfolgte in Wildegg, Lenzburg und Emmenbrücke. Am 1.10.1930 war der Umbau Wildegg - Emmenbrücke abgeschlossen. Der Seitenast Beinwil- Beromünster sodann per 1.11.1930. Die Umformeranlage in Beinwil am See hatte damit Ihren Dienst quittiert und wurde abgebrochen! Die Triebwagen aus der Privatbahnzeit hatten ihre Bügel zum letzten Mal gesenkt und wurden ausser Betrieb gesetzt, respektive umgebaut oder verkauft. (siehe Wagenpark) Die Dampfloks kehren zurück! Vom Juli bis Oktober 1930 herrschte wieder Dampfbetrieb im Tal. Während der Umstellung verrichtete eine B 3/4 vom Depot Brugg, sowie die Ec 3/5, die vom Tösstal ins Seetal versetzt wurden, ihren Strecken-Dienst. Zudem als Rangierlok die Ec 3/3 6408 der ehemaligen Gotthardbahn.
Dies sollten mit Ausnahme der Eb 3/5 Einsätze für die Kniezüge in Reinach, die letzten planmässigen Einsätze von Dampfloks im Seetal gewesen sein. An den Fahrleitungsanlagen sollte sich sodann in den folgenden 72 Jahren! bis zum grossen Umbau 2002 in groben Zügen nicht mehr viel ändern. Dazu später mehr. * Mit diesem Abschnitt beenden wir das Thema STB-Stromsystem und kehren zum weiteren Geschichtsverlauf der Seethalbahn zurück. 1.Weltkrieg: Nachdem 1912 die letzten STB Dampfloks das Tal verlassen hatten, bewährte sich die neue Traktionsart bestens. (Von 1910-12 herrschte Mischbetrieb) Mit dem Ausbruch des Weltkrieges wurden die Kohlenvorräte laufend knapper. Auch die SBB mussten Ihren Fahrplan ausdünnen und manche Privatbahn bangte um ihre Existenz. Wiedereinmal hatte die STB-Direktion eine goldene Nase gehabt, war mann doch in der Lage alle Zugspaare uneingeschränkt zu betreiben. Dieser Umstand bescherrte der Bahn Unmengen an Tonnagen die Richtung Süden und Norden, den Weg durchs Seetal nahmen. Das Geschäft lief ausgezeichnet, in Hochdorf rieb man sich die Hände. Der Schock: Alles Gute hat auch eine Kehrseite und Diese sollte der STB zum Verhängnis werden. In Bern und vorallem bei der SBB Generaldirektion schaute man mit Argusaugen auf das Treiben im Seetal. Die äusserst positiven Zahlen der Privatbahn lockten nun die Herren aufs Tabet. Als man 1907 mit der Fusion der Reinach-Münster-Bahn eine einheitliche Konzession erhielt, schenkte man den darin enthaltenen Rückkaufsbestimmungen nicht gross Beachtung. Als auf den 1.1.1922 der erste Rückkaufstermin heranrückte, interessierten sich auch die beiden Kantone Aargau und Luzern für eine Uebernahme. Sie fragten desshalb im Sommer 1918 beim Bundesrat an. Damit war der Stein ins Rollen gebracht. Zwischen Bund, SBB, STB und den beiden Kantonen setzte eine lebhafte Verhandlungstätigkeit ein. Bei der STB nahm man das Ganze am Anfang eher gelassen, ja glaubte man gar nicht an die Interessen des Bundes. Das war eine grosse Fehleinschätzung: vorallem die SBB argumentierten mit der grossen Bedeutung dieser Regionalbahn. Zudem konnte mit der Uebernahme der ganze Verwaltungsapparat der STB ersatzlos gestrichen werden. Viele Füchse sind des Hasen Tod: Am Morgen des 9. Dezember 1918 erhielt Direktor Schmidlin, Post vom Bundesrat. Per 1.1.1922 sei die STB in die SBB einzuverleiben. Das Schreiben schlug ein wie eine Bombe, hatte sich doch die STB mit allen Mitteln für ihre Selbständigkeit stark gemacht. Vorallem Schmidlin, der über Jahrzehnte ab 1889 die Geschäfte mit grosser Umsichtigkeit und Engagement geführt hatte, brach eine Welt zusammen. Als gebrochener Mann sollte er 1922 der Schweiz den Rücken kehren. Einsam und verbittert starb er 3 Jahre später in Rom. Für 5.5 Mio Franken ging die STB an die SBB über. Mit dem löschen aus dem Handelsregister hörte die florierenste Privatbahn der Schweiz auf zu existieren. Was wäre wohl aus der STB geworden, hätte man sie nie verstaatlicht?
Die SBB übernehmen das Zepter: Was in den folgenden 80 Jahren Geschichte schreiben sollte, ist ein Niedergang und Geld (Ver)Planen, wie es in der Schweizer Bahnlandschaft ohne Beispiel ist... .... was mit Schnellzügen begann, sollte in Stilllegung, Abbruch und dem ältesten Rollmaterial enden. Doch alles der Reihe nach.
Sofort nach der Uebergabe an die SBB fiel die ganze Verwaltung und deren Räumlichkeiten in Hochdorf weg. Von nun an wurden die Geschicke durch die Generaldirektion in Bern sowie der Kreisdirektion in Luzern bestimmt. Der Uebergang an die Staatsbahn hatte auch eine Abwertung zur Regionalbahn zur Folge. Etwas, was man zu STB-Zeiten unbedingt vermeiden wollte. Die Seetallinie teilte man vorerst dem Kreis V zu, der nur aus der 1909 verstaatlichte Gotthardbahn bestand. Welch Treffen zweier ehemaliger Privatbahnen von denen einst ein grosser Transit-Traum ausging! 1924 vereinigte man die beiden Kreise II (Basel) und V (Luzern) in den neuen Kreis II in Luzern. In Bezug auf das Fahrplanwesen änderte vorerst nicht allzuviel. 8 bis 9 Zugspaare täglich, wobei nicht alle den Bahnhof Lenzburg anfuhren. Erst mit der Stromumstellung änderte sich alles. Fortan erhielten die Loks und Triebwagen ihr Depot in Luzern statt Hochdorf. Die Fahrzeug, Lager und Werkstätten-Gebäude in Hochdorf wurden allesamt, mit einer Ausnahme, der 1910 errichteten Remise, abgebrochen. Auf dem " Moischter-Ast" verkehrten nun neu 12 Züge täglich. Einzelne Züge verkehrten durchgehend von Luzern oder Wildegg nach Beromünster. Bis 1935 verkehrten auf der Hauptlinie 11 Züge wovon 5 als Schnellzüge Wildegg - Luzern. 1950 verkehrten diese Schnellzüge zum letzten Mal. Bis zur Einführung des Taktfahrplans am 23.5.1982 pendelte sich die Anzahl bei 17 Einheiten am Tag ein. An Loks und Triebfahrzeugen setzte man bis zur Strom-Umstellung wie erwähnt, weiterhin die De 6/6, Fe 4/4 (neue SBB Nr. 18701-2) sowie die BCe 4/4 mit den (neuen SBB Nr. 4801-08) ein.
Die BCe 4/4 waren somit die ersten Personentriebwagen der SBB! Fahrzeuge die nicht im Dienst standen wurden in den Remisen von Wildegg, Beromünster und Hochdorf abgestellt. (Bilder, siehe Abschnitt Gebäude) Im nun folgenden Kapitel wollen wir uns näher der intressanten Entwicklung des Fahrzeugsparks unter SBB-Regie von 1930 bis Heute zuwenden. Zuerst an der Reihe ist der Personenverkehr. Eine neue Aera bricht an:
Nach der Strom-Umstellung und der Ausrangierung der 10 STB-Fahrzeugen teilte die SBB die 1927/28 wiederum durch SWS, SIG ( Schweizerische Industriegesellschaft Neuhausen) und SAAS (Ateliers de Sécheron Genf) erbauten Gepäcktriebwagen Fe 4/4 ins Seetal ein. Die 8 aus einer Serie von 25 Fahrzeugen stammenden Nummern 18501-08 wurden fürs Seetal mit neuen Uebersetzungen und Getrieben ausgerüstet. Zudem erhielten sie wegen den starken Gefällen eine elektrische Bremse. Zusätzlich fürs Seetal erhielten diese Nummern ein kleines Zusatzfenster auf der linken Führerseite, dies zur besseren Uebersicht!
Zusammen mit den De 6/6 sollten diese Fahrzeuge in den nächsten Jahrzehnten das Erscheinungsbild im Seetal dominant prägen. Hier kurz einige Daten, Umbauten und Seetal-Spezialitäten zu den Fe 4/4: 1947/48 1. Unnummerierung in Fe 4/4 801-08. 1956 nur die 8 Seetal-Fe 4/4 erhalten einen oxydroten Anstrich. 1957 die Seetaler erhalten gelbes Spitzenlicht, auch tagsüber! 1957 der 2. Stromabnehmer wird entfernt. 1959/60 2. Unnummerierung in Fe 4/4 1661-68. 1963 3. Unnummerierung in De 4/4 1661-68. * Weitere Daten siehe unter Pläne/Skizzen.
Der Stahlkasten-Umbau: 1966 erfuhren die Holzkasten-De 4/4 im Seetal eine umfassende Erneuerung. Hauptarbeit in der HW Yverdon betraf den Aufbau mit neuem Stahlkasten auf die bestehenden Drehgestellen.
Da man beim Umbau 1966 die alten Fahrgestelle weiter verwendete! waren die De 4/4, 1988 am Ende ihres Lebens angekommen. Der Gleisverlauf in unmittelbarer Strassenlage und die Salzeinsätze im Winter waren den Untergestellen auch nicht unbedingt dienlich. Eine fast 60-jährige Dominanz neigte sich somit dem Ende zu. Ersetzt wurden sie nun zunächst auf dem Hauptast ab 1. September durch ....
Anfänglich fast unbemerkt, zog man die RBe 4/4 auf dem Seitenast, Beinwil am See - Reinach - Menziken - Beromünster ab. Waren doch die Kompositionen für das magere Fahrgastaufkommen mehr als überdimensioniert. Was dann folgte, war aber auch nicht Ohne! Ersatz auf dem Seitenast boten nicht Geringere als...
Als wäre das noch nicht genug an Nostalgie, gesellte sich jeweils am Abend der "Arbeiterzug" Emmenbrücke - Beinwil am See hinzu. Zugloks waren keine Geringere als die ...
Nun, wer dachte, eine Neuere Generation halte Einzug im Tal, der irrte gewaltig. Nach Abzug am Gotthard wurden ins Seetal umgeteilt, die.....
Endlich bekam auch das Seetal zu den RBe 540 eine modernere Generation zur Seite gestellt. Auf den Plan traten nun die...
Mit der Zeit erhielten die 2 Triebwagen-Gattungen Zuwachs durch die....
Hiermit herrschte einträglicher Mischbetrieb, der erst auf den grossen Umbau hin 2002 verschwinden sollte. Im 2. Teil wenden wir uns dem Güterverkehr zu. Hier ebenfalls ab 1930 bis Heute.
Auf dem Seitenast nach Wildegg unterstützten planmässig über Jahre hinweg die...
Kam wie jedes Jahr im Juli, der Zirkus Knie ins Tal, schlug die Stunde der grossen Gotthard-Krokodile. Als kleiner Junge staunte ich oft an der Strecke lauernd wie die riesigen "Alligatoren" an mir vorüberzogen. Bilder die man nie vergiesst. Heute noch läuft es mir schauernd den Rücken herunter De 6/6 und Be 6/8, mit Elephanten-Wagen etc. was für ein Bild, Knie wo bist Du geblieben!!!
1983, exakt zum 100 Jahr-Jubiläum versetzte man den De 6/6 den Todesstoss. Einzig 15301 entkam bekanntlich dem Schneidbrenner. Treu hatten die 3 Schwestern während 57 Jahren! ihren Dienst im Tal verrichtet. Nicht einmal eine Abschiedsfahrt war ihnen vergönnt! Abgelöst wurden die De 6/6 von ....
Nachdem die Re 4/4" vom Güterverkehr, wieder aus dem Seetal abgezogen wurden trat ein Loktyp an ihre Stelle, der hier lange Jahre verboten war. Die....
Die Historie ist jedoch nicht vollständig, vergessen wir nicht die Steuerwagen und Rangierfahrzeuge im Seetal. Im 3. Fahrzeug-Abschnitt wollen wir auch einen Blick auf diese werfen:
Te`
Ee 3/3
Ee 3/3
Tm`
Tem"`
Em 3/3
Em 3/3
Als Ergänzung die Loks/Triebwagen mit Seetaler Gemeindenamen und Wappen:
Ae 6/6 11468 Lenzburg Ae 6/6 11492 Emmen Heute Ae 610 492-1 Cargo Anstrich Ae 6/6 11507 Möriken/Wildegg Re 6/6 11686 Hochdorf Heute Re 620 086-9 Cargo Anstrich Re 460 028 - 4 Seetal RBDe 560 108 - 3 Beinwil am See RBDe 560 049 - 9 Reinach RABe 520-000 Seon 001 Beinwil am See 002 Hochdorf 003 Emmen 004 Mosen 005 Eschenbach 006 Hitzkirch 007 Boniswil 008 Stadt Luzern 009 Schloss Heidegg 010 Staufen 011 Ballwil 012 Hallwil 013 Lenzburg 014 Gelfingen 015 Ermensee 016 Birrwil Nach diesem bunten Feuerwerk verschiedener Fahrzeuge wollen wir uns nun weiter mit der Geschichte der Seetalbahn befassen. Der 1. Seitenast stirbt: Nach der Eröffnung der Heitersbergstrecke Spreitenbach - Lenzburg - Rupperswil am 27.5.1975 war u.a Wildegg über Nacht, die Haupttransversale Zürich-Bern losgeworden. Da nun Lenzburg zum Anschluss der Seetalbahn emporgestiegen war, sank der einstmals dieser Funktion zugeordnete Seitenast über Lenzburg Stadt - Niederlenz in die Bedeutungslosigkeit ab. Wie erwähnt, führte man 1982 landesweit den Taktfahrplan ein. Den Wildegger-Pendel hier zu integrieren war von keinem grossen Intresse mehr.Einzig die Niederlenzer wehrten sich gegen den zunehmenden Komfortabbau.Die SBB indes restrukturierten Betrieblich bis aufs absolute Minimum, De 4/4 mit Steuerwagen, Solo RBe 4/4 und De 6/6. Sicherungstechnisch stellte man einen Meilenstein auf, das Vögele-Stellwerk in Lenzburg Stadt aus dem Jahre 1895 war das älteste noch im Betrieb stehende der SBB überhaupt.
Am 4.Juni 1984 Abends um 22:37 verliess der letzte Personenzug Wildegg, Richtung Lenzburg Stadt. Ein Bus war an die Stelle des "Wildeggers" getreten,alles sparen nützte nichts, Niederlenz verlor für immer seinen Gleisanschluss Ganz aufgehoben wurde die Linie indes nicht, zumindest auf dem südlichen Abschnitt Spitzkehre bis Lenzburg - Industrie wurden noch Güter auf der Schiene abgewickelt. Der nördliche Teil Niederlenz - Wildegg diente über Jahre dem Eisenbahndetachement als Uebungsobjekt für den Gleisbau. Mit der Stillegung des Seitenastes erwachten die Gegner der Seetalbahn vollends. Ein wahres Kesseltreiben gegen die Unfallträchstigte Strecke der SBB setzte ein. Studie um Studie löste sich ab, erste Sanierungspläne existierten seit 1969. Ausser Diskussionen und Steuergelder verplanen passierte nicht viel. Die Strecke kam zusehends in die Jahre. Blocksicherung war über weite Strecken gar keine vorhanden.Jeder Bahnhof war noch örtlich bedient.Semaphore regelten noch in den 90-er Jahren den Betrieb. Ueber 800 unbewachte Bahnübergänge stellten im rasant zunehmenden Individualverkehr ein ungeheures Gefahrenpotenzial dar.Die Infrastruktur war seit den 70-er Jahren stehen geblieben. Aufnahmegebäude stammten teilweise noch aus den Eröffnungszeit von 1883! Die Fahrleitung hing an Masten aus dem Jahre 1908! Um auch das parallel weiter stark steigende Kosten/ Nutzen Missverhältniss in den Griff zu bekommen musste eine Lösung her. Der 2. Ast stirbt. Weiter wurde politisiert, Neubaustrecken geplant, Tunnelvarianten für den Moischter-Ast gewälzt, Ortsumfahrungen geplant und abgesegnet (Boniswil) etc, etc. Resultat: weitere Mio verplant, nichts passiert! Die SBB indes konnte nicht mehr zuwarten, schon Finanz und Sicherungstechnisch nicht. Am 31.5.1992 wurde der Personenverkehr auf dem Seitenast Beinwil am See - Beromünster eingestellt. Der Güterverkehr bediente weiterhin alle Stationen. Gerade in Reinach und Menziken waren durch die dort ansässigen Stahl/Drahtwerke ehrhebliche Tonnagen zu bewältigen.Gefahren wurde fortan nach Rangier-Reglement.
Doch es sollte noch schlimmer kommen: Im Mai 1993 verlangt die eidg. Finanzkommission die Stillegung der ganzen Seetalbahn und die Umstellung auf Bus. Das war natürlich mächtig Wasser auf die Mühlen der Bahn-Gegner, eine sofortige Umstellung sei umgehend an die Hand zu nehmen, forderten sie. Im Gegensatz zu den 80-er Jahren regte sich nun aber in der Bevölkerung Wiederstand. Es wurde ein Kantonsübergreifendes Pro Seetalbahn-Komite gegründet. Ziel sollte eine breite Information der Bevölkerung sowie ein starkes Zeichen nach Bern sein.Zudem wuchs der Autoverkehr im Tal weiter stark an, eine lebhafte Diskussion machte sich breit. Die Liebe der Bevölkerung zu " Ihrer Bahn" bringt die damalige Gemeindeammannin von Beinwil am See auf den Punkt: Das Seetal ohne Bahn ist wie ein Seetal ohne See. Regierungs und Ständeräte, Komite und Bevölkerung hatten realisiert, dass es nun offensichtlich 1 Minuten vor 12 war mit "Ihrer Bahn". Im September 1993 beschliesst der Nationalrat 300 Mio. für die durchgehende Sanierung.Der Kanton Luzern handelt umgehend und beginnt im folgenden November mit dem Bau der Umfahrung Emmen, der Bau des Hüslentunnels wird in Angriff genommen. Eine Studie des BAV kommt zum Schluss, dass eine Stillegung des Mittelteils nicht sinnvoll ist.Der Bundesrats-Entscheid indes steht immer noch aus. Hoffen und Bangen. Die Erlösung: Der April 1997 bringt nach fast 30-jährigem Planen! und Ringen endlich den Bundesrats Entscheid für einen durchgehenden Bahnbetrieb mit Totalsanierung. Ein Wehmutstropfen bleibt: Der Sanierungskredit wird von ursprünglich 600 Mio. auf 200 Mio. zusammen gestrichen.Die Variante Erlosentunnel, Menziken-Ermensee und damit das Schicksal des Seitenasts nach Beromünster ist mit dessen Streichung endgültig besiegelt. Auch soll das alte Rollmaterial beibehalten werden! Im September des gleichen Jahres stimmt der Kanton Aargau der Stilllegung des gesamten Güterverkehrs ( inkl. des Ast nach Beromünster) auf seinem Staats-Gebiet oppositionslos zu! Der Güterverkehr soll zudem im Abschnitt Reinach- Menziken auf Rollbock-Betrieb umgestellt werden. Die WSB wird auf das ehemalige STB (SBB) Trasse verlegt. Damit gewinnt die Schmalspurbahn die vor 91 Jahren so erbittert geführte und verlorene Bahn-Schlacht gegen die RMB zurück!
Im Mai 1998 geht die Umfahrung Emmen in Betrieb. Das Dorf verliert damit seinen direkten Netzzugang.Die Schienen werden nach 115 Jahren aus dem Dorfbild fast verbannt. Lediglich ein Industriegleis bis zu den ehemaligen Flugzeugwerken Emmen ( heute RUAG) wird neu gelegt.Busse übernehmen das Zepter. 1999 BAV,SBB und die Kantone AG und LU einigen sich auf das Konzept Strassenbahn. Sanierung an Ort, neues leichtes Rollmaterial. Am 2.1.2000 muss die ehemaliege STB Original-Dampflok Beinwyl die ab Mai 1995 die Nostalgiezüge Beinwil-Beromünster geführt hatte, das Seetal nach 1912 zum 2.mal verlassen. Ab 10. Juli beginnt der Abbau der Gleisanlagen Beromünster - Menziken.
Im April 2000 werden 17 neue Gelenktriebwagen (GTW) bei Stadler/Bussnang für 101 Mio. bestellt. Am 10. Februar 2001 beginnt der Abbruch des Bahnhof Menziken. Im Juli folgt die endgültige Stilllegung auf dem bisher noch immer für Güter betriebenen Rest-Abschnitt Beinwil am See - Reinach. Der Zirkus Knie gastiert zum endgültig letzten Mal in Reinach, nach 114 Jahren verabschiedet sich die Normalspurbahn. Im August entfernt man die Gleise von Menziken bis Reinach Unterdorf. Der Bahnhof Reinach selbst,segnet ab 10.Oktober das Zeitliche. Zur gleichen Zeit entfernt man die Gleise Waldibrücke - Emmen - Emmenbrücke. Damit verschwindet nach Lenzburg, die 2.ehemaliege Spitzkehre in Emmenbrücke. Umgehend wird mit dem Bau der neuen WSB Aufnahmegebäude in Reinach und Menziken (inkl.Remise) und dem neuen Schmalspur-Trasse begonnen. Der Abbruch der Bahnhöfe Menziken und Reinach sollte erst der Auftakt eines regelrechten Umpflügens der Seetalbahn darstellen, denn nun fuhren die Bautrupps im Tal mit voller Kraft und im grossem Stil auf.
Vom Aschenbrödel zur Hightech-Bahn Das Jahr 2002 bringt umfassende tiefgreifende Veränderungen. Die 1997 vom Bundesrat beschlossene Total-Sanierung der Strassenbahn wird rigoros Umgesetzt. Abschnittsweise ruht nun über Wochen der gesamte Zugsverkehr, Bussersatz ist angesagt. Die Bahnhöfe Hallwil, Mosen, Hitzkirch und Ballwil werden dem Erdboden gleichgemacht.Umgehend entstehen an ihrer Stelle Einheitsbauten RV 05. Ab Oktober wird der Güterverkehr zwischen Lenzburg und Hitzkirch eingestellt, nach 119 Jahren wird auf die Strasse ausgelagert.
Die nun nicht mehr benötigten Anschluss-Gleise und Weichen werden herausgerissen. Kreuzungen sind auf diesem Abschnitt fortan nur noch in Seon, Birrwil, Beinwil und Hitzkirch möglich. Paralell wird die gesamte Strecke auf die neue zentrale Fernsteuerung umgebaut. Die alten Seethalbahn-Fahrleitungsmasten von 1908 fallen mit Ausnahme im Bereich Boniswil, reihenweise ins Altmetall. Die letzten Formsignale verschwinden und werden durch Tramsignale ersetzt! Zusätzlich zu den oben genannten Bahnhöfen erhalten Seon, Ermensee, Gelfingen und Baldegg neue RV 05 und werden zu Haltestellen degradiert. In Beromünster fällt die ehemalige STB-Remise von 1906, das Areal wird zum Busterminal umgestalltet. Im November geht die Aera des klassischen Bahnhof- Vorstands im Seetal zu Ende. Die Schalter werden für immer geschlossen, die Abfertigungs-Kellen haben ihren Dienst quittiert.Die letzten einst liebevoll umsorgten Blumenkisten werden auf den Müll geworfen.Einzig in Hochdorf und Beinwil am See sind die Schalter unter der Woche noch bedient, Weichen umlegen und Signale stellen, klassische Aufgaben eines Vorstandes sind aber auch hier Geschichte. Mit Stichtag 15. Dezember 2002 wird das ganze Seetal vom Zentralstellwerk in Luzern aus, Ferngesteuert. Das Digitalzeitalter ist vollends angebrochen: PC, Mausklick und Handy beherrschen fortan die Szene.Wie hat es mir ein letzter Vorstand im Seetal so treffend formuliert: wir arbeiten nun hier nach System Tom, Tom = Total ohne Menschen. Gleichzeitig mit Stichtag 15. Dezember haben auch die neuen Fahrzeuge RABe 520 die Traktionsführung übernommen.
Die Zeit bleibt nicht stehen, wiedereinmal hat die Seetalbahn Pionierrolle übernommen, ist sie doch nun zur modernsten Hightech- Linie mit modernstem Rollmaterial der gesamten SBB empor gestiegen. Wo Licht ist, ist auch Schatten,der Vandalismus hat unverhältnissmässig stark zugenommen. Der zur kühlen Jahreszeit willkommende geheizte Wartesaal ist Geschichte.Persönliche Beratung ist fast vollends, Automaten gewichen.Die abgebauten Arbeitsplätze sind verloren. Jahrzentelange, vertraute Dorfbilder, sind verschwunden. Noch aber hatten die Bagger im Seetal nicht ausgewütet. Bereits im Januar 2003 begann der Abbruch des Reststückes Reinach Unterdorf -Beinwil am See. Damit verschwand auch ein Europaweit einzigartiger Gefällsbruch. Die 3.Spitzkehre der Seetalbahn in Beinwil am See verschwindet nun ebenfalls.
Der nächste Monat war dem anderen Seitenast nach Wildegg gewidmet. Ab 3. Februar gings dem Jugendstil-Bahnhof von Lenzburg Stadt an den Kragen.Nach bereits 10 Tagen war vom 1895 erbauten Aufnahmegebäude und Güterschuppen nichts mehr zu sehen. Noch aber lief der Güterverkehr auf diesem Reststück via Spitzkehre nach Lenzburg - Industrie. Die dort angeschlossene UFA-Filiale wehrte sich mit allen Mitteln gegen die Aufhebung ihres Gleisanschlusses.Die sich bereits im Bau befindende Strasse der Lenzburger Kerntagente musste deshalb wenige Meter von den Gleisen gestoppt werden. 2004 brachte das definitive Schicksal des Bahnhof Seon. Vom 4. bis 10. Mai ging auch er zu Boden. Parkplätze und ein Kebab - Stand füllen seither seine Lücke. Im September war der ehemalige Güterschuppen von 1906 in Beinwil am See an der Reihe. Wiederum Parkplätze breiteten sich auf dem nun leeren Platz aus. 2005, die bis vor Bundesgericht gelangte Firma UFA verliert ihren Kampf um den Gleisanschluss. Am 28. März verlässt die Am 843 mit dem letzten Wagen diesen ehemaligen Seitenast nach Wildegg. Ausgedient hat damit nach 110 Jahren !, auch die hier mit einem Video vorgestellte einzigartige Vögele- Weiche in Lenzburg Stadt. Bereits 3 Tage später am 1.April beginnt der Abbau des Seitenast Spitzkehre - Niederlenz bis zur Einfahrt Wildegg. Ende Oktober fallen die letzten Masten und Schienen, Ruhe kehrt ein.
2006 im Kanton Luzern sind die diversen Sanierungsmassnahmen voll am laufen. 2007 Die Sanierungen im Luzerner Teil sind nun weitgehend abgeschlossen. Die Haltestelle Hochdorf Schönau ist in Betrieb. Im Kanton Aargau ist die Sanierung erst in Beinwil am See abgeschlossen.( alle Uebergänge gesichert). Für Boniswil liegt die Genehmigung zum Bau des BAV vor. In Wildegg verschwindet Anfangs April der separate Seetalteil. 2008 Weitere Umbauten an Bahnübergängen etc. 2009 Im Mai verschwindet der Bahnhof Boniswil, die Neutrassierung wird umgehend an die Hand genommen. In Hallwil wird der Strassen/Bahnkreisel eingeweiht. Im wesentlichen verbleiben noch folgende zu realisierende Projekte: .................................................................................................................................. Sanierung und Aufhebung zahlreicher Bahnübergänge Boniswil - Lenzburg (bis Ende 2010). Kreiselneubau Löwenkreuzung Beinwil am See (2010) Bau zusätzlicher neuer Haltestelle Seon. ( Kredit durch Gemeinde bewilligt) Neue Trasseführung und Neubau Haltestelle Boniswil. (Einweihung 2010) Verschiebung/Neubau des weiterhin separaten Seetal-Perrons Lenzburg. Abbau altes Trasse und der letzten STB Masten Boniswil. (geplant 2010/1) Abbau separater Seetalteil in Lenzburg und neue Einbindung in Hauptlinie Zürich-Bern.
. Damit sind wir am Schluss meiner Biografie angelangt. Die Umsetzung und der aktuelle Stand der obigen Projekte werden laufend unter Home/ News, aufgeschaltet.
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