Mit dieser Neu geschaffenen Rubrik soll umfassend auf die 3 Seetal Krokodile eingetreten werden.
. Klus 9.8.2008: Die De 6/6 15301 ist in erster Linie zum befördern von Güterzügen konzipiert worden.
In alter Frische posiert sie nach der umfassenden Totalrevision an diesem Sommernachmittag mit ihrem Güterzug.
Nur noch wenige Wochen und sie wird ihr bisheriges Domizil, Richtung angestammte Heimat verlassen.
Foto: Daniel Ammann
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Dem starken Aufkommen des Güterverkehrs im Seetal waren nach der Uebernahme der STB, die beiden Gütertriebwagen Fe 4/4 nicht mehr gewachsen.
Zwar wurde nach der Verstaatlichung die ehemalige Ce 4/4 13502 als Unterstützung hergerichtet, deren Leistung genügte aber auf der steigungsreichen Linie nur bedingt.
Die SBB beschlossen deshalb, 3 neue Lokomotiven anzuschaffen die vorwiegend im Seetal, Güterzüge zu befördern hatten.
Die De 6/6 waren somit die kleinste Lokserie der SBB überhaupt!
Eine Anfrage mit Pflichtenheft wurde desshalb 1925 an BBC und SLM eingereicht.
Hierzu noch ein spannendes Kapitel das mir verdankenswerter Weise, Arthur Meyer aus Wien übermittelt hat :
Ein nach oder zumindest gleichzeitiger Entwurf in Form einer 6/6 Maschine existiert intressanterweise für die Skoda Werke im tschechischen Pilsen! Die weitgehende Anlehnung an das Seetalkrokodil ist augenfällig.
Die Länge über Puffer differieren nur minim: 46,13 Fuss für die De 6/6, knapp über 49 Fuss beim Skoda Entwurf.Weitere technische Daten sind nicht bekannt.
Der Hintergrund dürfte in der zeitweiligen Kooperation von Skoda mit der damaligen BBC liegen, die in der Zwischenkriegszeit in Brünn/Tschechoslowakei, eigene Tochterwerke besass.
Ueber BBC dürfte auch die SLM in Winterthur, eingebunden worden sein.
Eine wenn auch in diesem Fall nicht konkret umgesetzte Kooperation mit der Schweiz, dürfte somit der Anfang der Produktion von Elektrolokomotiven durch Skoda sein.Es handelt sich um den allerersten Entwurf einer von Skoda zu fertigen Elektrolokomotive überhaupt! Die englischen Masse lassen darauf schliessen, dass es sich um ein Angebot für den Export handelte.
Skoda, das vor und während des Ersten Weltkrieges hauptsächlich für die militärische Rüstung der österreichisch-ungarischen Monarchie produziert hatte, stieg in der 1.Tschechoslowakischen Republik gezwungenermassen vermehrt auf zivile Produkte, darunter Lokomotiven ,um.
Skoda baute ab 1953 in SLM Lizenz die E 499.0, nichts Anderes als eine adaptierte Version der Ae 4/4 der BLS!
Entwurf Skoda Werke in Pilsen!
Typenskizze De 6/6
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Werkfoto Gangseite, anlässlich der Ablieferung .
Man beachte Doppelwippen-Stromabnehmer, seitliche Führerstandstreppe und Stangenpuffer!
Archiv: BBC Baden
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Die Maschinen wurden im Frühjahr 1926 ins Seetal durch die Firmen BBC und SLM abgeliefert.
Die Nr.15303 kam nach kurzem Gastspiel im Rangierbahnhof von Bellinzona S. Paolo zum Einsatz.
1929 tauschten die 15303 und die 15302 ihr südliches Revier. 02 wurde im Depot Chiasso stationiert wo sie sich bis 1931 vor Güterzügen nach Lugano nützlich machte.
Ab 1931 waren alle Schwestern im Seetal vereint und verrichteten fortan 52 Jahre lang treu ihre Dienste.
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. Beinwil 1926: Die De 6/6 15302 ist auf ihrer Abnahmefahrt.
Noch läuft sie unter dem Seethalbahn Stromsystem. Die 3 Maschinen waren auf beide Systeme umstellbar!
1930, also bereits nach 4 Jahren, wurde diese Einrichtung wieder ausgebaut.
Ob die Loks Dannzumal im braunen Farblook ausgeliefert wurden streiten sich die Fachleute.
Archiv: Verkehrshaus Luzern
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Seon 1934: Mit den Uebergangsblechen, Stangenpuffer und die unverschlossene seitlichen Führerstanstüren mit Handlauf, zeigt sich 15302 noch weitgehend im Ursprungszustand.
Bis 1954 trugen die De 6/6 einen grünen Farbanstrich.
Archiv: Daniel Ammann
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. Ein Blick in den Führerstand zeigt die Maschine 1993, im letzten Betriebszustand vor der Revision.
Foto: Daniel Ammann
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Bis 1972 war die HW Bellinzona für den Grossunterhalt der De 6/6 zuständig. Danach bis zu ihrem Ausscheiden bei den SBB, die HW Yverdon.
. Die HW Yverdon hat der 15301, 1979 nochmals einen neuen Farbanstrich verpasst!
Nach letzten Kontrollarbeiten wird sie in ihre Heimat zurückkehren.
Während der SBB Epoche durchlief die Maschine total 17 Revisionen und stand hierfür 677 Tage ausser Dienst.
. Lenzburg Stadt 1983: nur noch wenige Wochen und dann ist die De 6/6 15302 verschrottet! Am Haken ist ein Bi-Seetaler.
Foto: Marcel Broennle
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. Lenzburg1980: strebt die De 6/6 15302 mit ansehlicher Last, Seon entgegen.
Foto: Erwin Suter
. Ermensee 1980: Seetalbahn pur...blühende Obstbäume geben der De 6/6 einen lieblichen Rahmen.
Foto: Sandro Sigrist
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. Mosen 1975:15302 steht mit ihrem GmP zur Weiterfahrt nach Luzern bereit.
Foto: Sandro Sigrist
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Das Ende einer Aera:
Vom Januar bis April 1983 entschied man bei den SBB, die De 6/6 trotz zuverlässigen Verrichtens ihrer Aufgaben, nach 57 Jahren! auszurangieren.
15302 und 15303 werden umgehend in der HW Yverdon und im Bahnhof Orbe abgebrochen.
15301 wird glücklicherweise durch die Oensingen Balsthal Bahn (OeBB) käuflich übernommen und erhält dadurch ein Zweites Leben.
Ende April 1983 verlässt sie ihre alte Heimat und fährt in ihr neues Domizil zur Oensingen Balsthal Bahn.
Seit der Ablieferung an die SBB am 22.April 1926 hat die Lok Total 1 935 163 Km Laufleistung erbracht!
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. Orbe, April 1983: Ein ansässiger Schrotthändler übernahm die traurige Angelegenheit.
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Für die kommenden 7 Jahre leistet die Maschine nun Dienst auf dieser Privatbahn.
. Als Einzige dem Schneidbrenner enttrohnen, steht der Blaue Pfeil in Balsthal, der De 6/6 15301 im April 1983 zum Willkommen in der neuen Heimat, geleit.
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. Anlässlich der OeBB Eisenbahntage 1990 kamen diverse Kompositionen zum Einsatz.
Hinter dem Krokodil laufen BLS Wagen zwischen Klus und Oensingen, bei Maiacker.
Kurz darauf erleidet die Maschine den folgeschweren Schaden.
Foto: Daniel Ammann
. Auch für den ganz normalen Alltag wurde das Seetalkroki über Jahre eingesetzt.
Mit den beiden nun blauen Seetaler am Haken, ein Bild fast wie in der ursprünglichen Heimat.
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Der Schock - Ausser Betrieb:
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1990 erleidet die Maschine einen Kurzschluss im Heizstromkreis der einen schweren nicht mehr zu reparierenden Trafoschaden mitsich zieht.
Nach 5 Jahren trostlosen Dahinfristens, muss Ende 1995 eine Entscheidung für die leblose Lok getroffen werden. Das Schicksal des letzten Seetalkrokodils steht auf Messers Schneide!
Verschrotten oder Totalrevision?
. Balsthal: nicht mehr Betriebsfähig, steht das Krokodil buchstäblich auf dem Abstellgleis und harrt der Dinge die da kommen.
Foto: Christian Walter 5.9.1992
Rund ein Dutzend Bahnenthusiasten gründen zusammen mit der Leitung der OeBB ein Interkantonales Kulturprojekt um die De 6/6 als rollendes Erbe der Nachwelt zu erhalten und sie Betriebsfähig aufzuarbeiten.
Noch ahnt niemand, welch immense Arbeit, in den Nächsten Jahren aufzuwenden ist.
In den Ersten 2 Jahren ihres Bestehens revidiert die gegründete Arbeitsgruppe den RFe 4/4 601 und den Roten Pfeil. Mit Publikumsfahrten sollen die nötigen finanziellen Mitteln beschafft werden.
Pro Patria, die Kantone SO, AG und LU und eine grosse Mitgliederzahl von Privaten sowie Geschäfte, spendeten nahmhafte Beiträge zum Gelingen des Projekts.
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Ab 31.12.1995 zerlegte man während 3 Tagen die Lok in ihre Einzelteile. Der Startschuss für die umfassende Totalrevision war lanciert.
. Am 2.1.1996 zieht eine Diesellok den Lokkasten durch die winterliche Landschaft.
Foto: Sandro Sigrist
. Im Juli 2000 ruht die Lok in ihre grundierte Einzelteile zerlegt, auf einem Flachwagen.
Foto: Daniel Ammann
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. Im Oktober 2003 steht das Einte Drehgestell zur Verheiratung mit dem Gehäuse bereit.
Foto: Daniel Ammann
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. Balsthal: Ein grosser Moment für alle Beteiligten war der 26.6.2007!
Nach 17 Jahren unternimmt die Lok unter Last wieder die Ersten eigenen Schritte! Bis es soweit war, waren etliche elektrische Klippen zu umrunden.
Anfänglich war ein SBB BDe 4/4 Trafo vorgesehen,ein baugleicher Typ aus der BLS Maschine Ce 4/4 Nr. 316 passte schussendlich aber besser zum Konzept. Der Ausbau fand im Juli 2001 statt. Nach einer Generalüberholung wurde er am 22.12.2003 in den vorbereiteten Lokkasten eingebracht.
Ein weiterer Punkt betraf den Hauptschalter. Als 2003 als eine der letzten ihrer Art, die Re 4/4` 10033 zum Abbruch frei gegeben wird, handelt die Arbeitsgruppe umgehend und sichert sich dieses rare bestens passende Teil.
Die Werkstätte Yverdon überholte gründlich die 2 Fahrmotoren und stellte damit die fundierte Funktionalität her.Der Einbau unter Einbezug der Fachleute erfolgte im Mai 2003.
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Die 2 Spendermaschinen welche dem Seetalkrokodil seinen weiteren Fortbestand sichern:
Am 7.9.2007 steht die Trafospenderin Ce 4/4 Nr. 316 in Le Locle.
Die Re 4/4` 10033 war eine von 5 Maschinen im Tee-Look.
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. Klus 21.8.2007: die De 6/6 15301 steht bereit um die Last von 400 Tonnen in Form von 10 Güterwagen, zur Lastfahrt zu übernehmen.
. Gespanntes Diskutieren unter den treuen Helfern, wird wohl Alles gut gehen?
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Nach der Wiederinbetriebnahme/Probfahrten am 21.8.2008 verbleibt der De 6/6 nur noch wenige Wochen auf den Geleisen der OeBB.
Konzeptänderung, neue Traktionsarten und vorallem beengte Platzverhältnisse geben der De 6/6 keine Daseinsberechtigung mehr.
Nach dem Seetalbahn-Jubiläum kehrt die Maschine nochmals nach Balsthal zurück.
Am 12.10 2008 verlässt sie ihre bisherige Heimat um nach Bauma an einem Event teilzunehmen. Eine Epoche die 25 Jahre gedauert hat, neigt sich dem Ende zu.
Am Abend des folgenden Tages zieht sie in ihr neues Domizil im Depot Brugg ein und kehrt so nach 25 Jahren Exil in den Kanton Aargau zurück.
Besitzerin bleibt weiterhin die OeBB. Zusammen mit der Betreuermannschaft die sich um die Wiederaufarbeitung verdient gemacht hat, wird sie weiterhin liebevoll umsorgt, sodass man sich auf weitere Nostalgiefahrten freuen darf.
Nachfolgender Bilderbogen zeigt die ersten Fahrten/Ausflüge nach der Aufarbeitung.
Es sind Bilder zum geniessen, die das Herz eines jeden Eisenbahnfreaks höher schlagen lässt.
Einsätze auf der OeBB nach der Revision
. Am 9.5.2008 glänzt die De 6/6 vor dem ebenfalls frisch gestrichenen Bahnhof.
Noch fehlen letzte Pinselstriche und die Anschriften.
Nach 13 Jahren Aufarbeitung, ein Bild für Götter!
Foto: Martin Gerosa
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. Am 16.5.2008 steht die Maschine anlässlich der GV an der Rampe in Balsthal.
Die hereinbrechende Dämmerung lässt die gelben Lampen schön hervortreten.
Foto: Daniel Ammann
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. Apparateseite mit den Lüftungsgittern.
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. Die grosse Aufarbeitungs-Arbeit setzt sich gerade auch, im Innern der Lok fort.
Hier der Führerstand Seite II.
Foto: Daniel Ammann
. 29.5.2008, vor dem Depot Balsthal zeigt sich die nun beschriftete De 6/6 in ihrer ganzen Pracht.
Der Tag der 2. Junfernfahrt/Einweihung rückt in Griffweite!
Foto: Martin Gerosa
. Im Gegensatz zu allen Fahrzeugen der SBB, besassen die im Seetal fest eingesetzten Loks und Triebwagen gelbes Spitzenlicht, das auch Tagsüber der Sicherheit wegen, brannte.
Foto: Daniel Ammann
. Balsthal: 29.5.2008
Fertig revidiert posiert sich die De 6/6 erstmals dem Fotografen.
Foto: Martin Gerosa
. Balsthal 21.6.2008: Die Maschine steht zur 2.Jungfernfahrt für die unermüdlichen Helfer, Gönner und Donatoren bereit, gut macht sich auch der Salonwagen am Haken.
Fotos: Daniel Ammann
. Klus: im Licht liegt am Nachmittag nun auch die Gangseite.
Auch für den Autor war es ein historischer Tag, lang ist s her seit der letzten Fahrt mit dem Seetalkrokodil. Nach 25 Jahren des Wartens, ein bewegender Moment.
Foto: Daniel Ammann
. Klus: Während sich die geladenen Gäste eines feinen Mittagessen erfreuen, wartet das Krokodil geduldig.
Aufeinandertreffen zweier ex. SBB Fahrzeuge, der OeBB NPZ hat ebenfalls erst kürzlich einen Neuanstrich bekommen.
Foto: Daniel Ammann
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. Fabrikschilder
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. Detailstudie des Stangenantriebs, was für in herrlicher Anblick!
Nach diesem denkwürdigen Tag sind sich alle Teilnehmer einig: die Maschine ist ein Prachtsstück geworden, in jeder Beziehung.
Das summen der Fahrmotoren, das rucklige Schaukeln während der Fahrt, das klappern des Schrägstangenantriebs, das Krokodil hat Nichts von seinen Attributen eingebüsst, einfach grandios!
Foto: Daniel Ammann
. Klus: Am 28.6.2008 ist das Seetalkrokodil anlässlich der öffentlichen Inbetriebnahme der grosse Star.
Das Ambiente des Bahnhofs trägt das Seinige zum rundum gelungenen Fest der Wiederinbetriebnahme bei.
Foto: Daniel Ammann
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. Balsthal: Nebst dem Roten Pfeil war auch die Dampfgruppe mit nicht weniger als 3 Loks im Einsatz.
Foto: Claude Alain Gyger
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. Seit 1983 vereint, nach 18 Jahren erstmals wieder gemeinsam, fürs Publikum unterwegs!
Foto: Evan Gavril
. 2 legendäre Fahrzeuge, bald trennen sich ihre Wege.
Foto: Thomas Stutz
. Die De 6/6 hat den Bahnhof Balsthal hinter sich gelassen.
Vor der Kulisse der Burg Neu Falkenstein strebt sie Oensingen entgegen.
Foto: Evan Gavril
. Klus: die glänzenden Triebstangen in fotogener perfekter Stellung.
Ein wichtiger Meilenstein war die am 16.6.2008 erteilte Bewilligung des BAV.
Diese Bescheinigung gewährt dem Krokodil in Zukunft, auch Fahrten auf dem übrigen Schweizer Streckennetz.
Foto: Daniel Ammann
. Unterhalb der Burg Alt Falkenstein zuckelt die De 6/6, Balsthal entgegen.
Das warme Abendlicht, das summen der Fahrmotoren, das gurgeln des Baches, ein Anblick einfach zum geniessen.
Foto: Daniel Ammann
. Am 9.8.2008 mit einem Güterzug im schönsten Sonnenlicht im Bahnhof Klus.
Soeben überholt der Regionalzug nach Balsthal.
Foto: Daniel Ammann
Back to Seetal !
Am 7.9.2008 war es dann soweit. Nach 25 Jahren langen Wartens, durfte das Seetalkrokodil seine Stammheimat von Lenzburg nach Emmenbrücke erstmals wieder durchfahren.
125 Jahre Seetalbahn ohne diese Lok, einfach unvorstellbar, welch ein emotioneller Tag!
Leider war das Wetter alles andere als in Festlaune, regnete es doch fast ohne Unterbruch wie aus Kübeln.
. Lenzburg: was für ein Moment, da staunt selbst der RABe 520 !
Seit dem April 1983 erstmals wieder heimische Schienen unter den Rädern.
Foto: Daniel Ammann
Boniswil: Trotz strömenden Regen und misslichen Lichtverhältnissen, musste ein Foto unter dem letzten verbliebenen Streckenabschnitt mit Original Seethalmasten einfach sein.
Foto: Daniel Ammann
Ermensee: die ländliche Umgebung hat sich hier fast unverändert erhalten.
Foto: Daniel Ammann
Baldegg: Kreuzung zweier Epochen.
Foto: Daniel Ammann
Hochdorf: Glücksgefühl beim Autor beim Anblick dieses Fotos.
Sowohl bei der Dampflok Beinwyl als auch der De 6/6 hat er selbstredend über Jahre, einiges an Stunden und Freizeit für deren Aufarbeitung geopfert.
Foto: Daniel Ammann
Eschenbach: unter lautem summen der Fahrmotoren kämpft sich die Komposition Richtung Ballwil die Steigung hoch.
Foto: Daniel Ammann
Emmenbrücke: wer sich den Sound und das Krokodil in bewegten Bildern zu Gemüte führen möchte, dem sei der Film von Michael Burri auf seiner Web Seitewärmstens empfohlen: www.kriensnet.ch
12./13.10.2008 Bauma
Dass das Thema der Seetalbahn gewidmet wurde, setzte dem Ganzen die Krone auf.
Der Star des Anlasses war sicher das frisch aufgerbeitete Seetalkrokodil.
Mein Dank geht an die verschieden Fotokollegen mit ihren herrlichen Bildern.
Bäretswil: die De 6/6 hats wohlbehalten bis ins Zürcher Oberland geschafft!
Zusammen mit dem Seetaler Bi passiert sie soeben das Semaphor von Bäretswil.
Foto: Thomas Stutz
Im Streiflicht glänzt die Lok mit der Sonne um die Wette.
Foto: Steve Road
Am Haken sind die Original STB 4 -Achser C4, wann war das wohl zum letzten Mal möglich?
Foto: Daniel Schärer
Auf Bachtelrundfahrt, der sehenswerte Güterwagen ist mit wunderschön aufgearbeiteten Swiss-Container beladen.
Foto: Daniel Schärer
Die ländliche Landschaft des Tösstals, lassen die Kompositionen bestens hervortreten.
Foto: Daniel Ammann
. Auf der UeBB Brücke von Neuthal
Foto: Dani Hunziker
. Mit dem Schatten im Kiesbeet, fährt die Komposition im Bahnhof Neuthal ein.
Foto. Doris Ammann
. Seetal-Fahrzeugtypen die sich schon lange kennen, De 6/6 und De 4/4.
Foto: Claude-Allain Gyger
. Den herrlichen Wald im Hinterdrund, kurbelt die De 6/6, Bauma entgegen.
Foto: Daniel Ammann
. Auf dem Bahnübergang mit nostalgischer Barriere von Bäretswil.
Foto: Thomas Häberli
. Was für ein stimmungsvolles liebliches Bild.
Ausfahrt aus Bäretswil unter Glockenschlägen der Abläutwerke und surrenden Stelldrähten.
Foto: David Gubler
. Ein ganz besonderes Spektakel bot mir Eisenbahnkollege Beat Bruhin.
Sein DKW mit dem Sound von Glenn Miller und Louis Amstrong in den Ohren liess uns im offenen Cabriolet, den Anblick des Krokodils in Reinkultur geniessen!
Vorsicht: Suchtgefahr.
Foto: Beat Bruhin
. Im zarten Licht der langsam untergehenden Sonne macht sich die De 6/6 auf den Heimweg ins neue Domizil.
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Depot Brugg
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13.10.2008: Nach dem anstrengenden Bauma-Wochenende hat sich das Seetalkrokodil im neuen Aargauer-Domizil einquartiert.
Die Lok ist somit nach 25 Jahren in ihre ursprüngliche Heimat zurückgekehrt.
Foto: Daniel Ammann
. 25.7.2009: im Hinblick auf den Bahnanlass in Koblenz wurde die Maschine poliert und unter Fahrstrom gesetzt,
Foto: Martin Gerosa
21.-23.8.2009: 150 Jahre Turgi - Koblenz
Der Dank geht an die diversen Fotografen, die mir Ihre Bilder zur Verfügung gestellt haben.
Die De 6/6 nahm diesmal als Ausstellungsobjekt teil und wurde an der Rampe stehend, ausgiebig aus der Nähe begutachtet.
. Brugg 21.8.2009: Vor der Ueberfuhr nach Koblenz stellen sich die beteiligten Loks vor dem Rundschuppen in Pose.
Foto: Franz Geisser
. Auf ihrem Weg nach Koblenz via Bötzberg und Full, es führt die Mech Be 6/8III.
Foto: Yannick Dreyer
. Koblenz 23.8.2009: der Perlen Tiger rangiert die Komposition unter die Fahrleitung, bald gehts nach Hause, Richtung Brugg.
Foto: Yannick Dreyer
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. Ae 4/7 des Mikado Vereins und die OeBB De 6/6, herrliche Maschinen aus der Pionierzeit der Elektrifikation.
Foto: Yannick Dreyer
. War die De 6/6 auf der Hinfahrt noch abgebügelt, darf sie nun ebenfalls mitarbeiten.
Foto: Yannick Dreyer
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Da das Kulturprojekt seit seiner Gründung am 2.9.1995 ihre primäre Aufgabe erfolgreich abgeschlossen hat, entschloss man sich zu einer Neuausrichtung.
Am 25.9.2009 trafen sich die Mitglieder und Intressierten im neuen Zuhause der Maschine, im Rundlokschuppen von Brugg.
Nach Annahme der neuen Statuten war die Umbenennung in Verein Seetalkrokodil 15301 perfekt.
Alle bisherigen Mitglieder wurden automatisch in den neuen Verein übernommen.
Eine Betriebsgruppe innerhalb des Vereins hegt und pflegt die Maschine, sodass auch weiterhin eine betriebsfähige Erhaltung gewährleistet bleibt.
Die Lok besitzt die volle Zulassung und kann für Sonderfahrten etc. bei der Eigentümerin der Oensingen Balsthal Bahn direkt gebucht werden. www.oebb.ch
Wünschen wir uns, dass davon regen Gebrauch gemacht wird und die alte Lady zahlreich auf Ausflügen unterwegs sein darf!
Die Stiftung Bahnpark Brugg stellt als Vermieterin die nötige Gleis/Infrastruktur zur Verfügung. www.bahnpark-brugg.ch
Der Rundlokschuppen selbst, verbleibt in Besitz von SBB Infrastruktur.
Zusammen mit hochkarätigen Loks weiterer Vereinen/Instutitionen innerhalb des Bahnpark Brugg, befindet sich das Seetalkrokodil somit in bester Gesellschaft in engem Bezug, zu seiner Heimat.
. In bester Gesellschaft fühlt sich das Seetalkrokodil im neuen Domizil, sichtlich wohl.
Auch in Zukunft bleibt erfreulicherweise kein Gleis des Rundlokschuppens unbenutzt.
Foto: Franz Geisser
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24.7.2010 Brugg - Wohlen - Brugg
. Brugg: mit Hilfe des Tm wird das Krokodil auf die Drehscheibe gezogen.
Das Gespann passt exakt in der Länge darauf.
Fotos: Daniel Ammann
Wohlen: nach 25 Minuten Fahrzeit ist der Zielbahnhof erreicht.
Die Pause wird genutzt mit Temperatur-Messungen der Lager und Motoren.
Alles ist zu bester Zufriedenheit, die Lok läuft tadellos so, dass es eine wahre Freude ist.
Wohlen: vor dem alten Backsteinschuppen wartet die Maschine auf die Rückfahrt.
. Brugg: die Ertüchtigungsfahrt auf der ehemaligen Südbahn ist erfolgreich beendet.
Alle Beteiligten sind sich einig, der Fahrt nach Erstfeld steht Nichts im Weg.
Der Autor hat diese Fahrt sehr genossen, die Technik anno 1926 live mitzuerleben und das Herz der Maschine hautnah schlagen zu hören ...
4.9.2010 Fahrt nach Erstfeld
. Entlang des Zugersees bei Immensee.
Foto: Olivier Tanner
. Im Freiamt in voller Fahrt.
Foto: David Gubler
. Vor dem Depot Erstfeld inmitten von Gotthardlegenden.
Foto: Daniel Ammann
. Krokodile in den Bergen.
Foto: Daniel Ammann
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12.2.2011 Ausfahrt nach Konstanz und Herisau
Steckborn: via ehemalige Nationalbahn Wettingen - Ezwilen und entlang des Bodensee wurde das erste Etappenziel in 5 Stunden! Lokfahrt erreicht.
Start in Brugg war um 05:00 Uhr!
Foto: Daniel Ammann
. Bei Triboltingen kurbelt das Seetalkrokodil in Lokfahrt vorbei.
Foto: Georg Trüb
. Konstanz: ein nicht alltäglicher Anblick aus dem Führerstand.
Die deutschen Einfahrsignale signalisieren freie Fahrt ins erste Etappenziel.
Foto: Daniel Ammann
. Der Zug der Ulmer Eisenbahnfreunde führte die Dampflok bis Konstanz.
Ab hier kam die De 6/6 vor den 8 Wagenzug!
Foto: Tibert Keller
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Welch ein Anblick, die Pendelzugkomposition der DB wird in Kürze via Schwarzwaldbahn abfahren.
Ein Zeitdokument historischen Ausmasses.
Foto: Daniel Ammann
. Muolen: dem Bodensee entlang gehts Richtung St.Gallen wo die Steigung hinauf nach Herisau beginnt.
Foto: Pascal Zingg
. Wahrzeichen der Strecke ist sicher das 99 Meter hohe Sitterviadukt, die höchste Eisenbahnbrücke der Schweiz!
Die De 6/6 verbringt hier ihr Paradestück nach der Revision.
8 Wagen 230 Tonnen auf bis zu 20 Promille Steigung und dies über mehrere Kilometer!
Die Fahrt auf dem Führerstand ist ohrenbetäubend, die Motoren heulen, das Krokodil arbeitet schwer, nicht alle Tage sollte man der alten Lady dies zumuten.
Foto: Tibert Keller
. 101 Jahre alt und noch im Originalzustand!
Durch die ehemalige Bodensee-Toggenburg-Bahn erstellt, ist sie Europaweit Einst wie Heute, eine der eindrücklichsten Bauwerke .
Foto: Georg Trüb
. Atemberaubender Ausblick!
auf der Rückfahrt bis St.Gallen führt die Be 4/4 des Eurovapor-Vereins Lokremise Sulgen, die De 6/6 läuft am Schluss mit.
Foto: David Gubler
. Schönes Fotosujet, Steinbogenbrücke bei Roggwil-Berg.
Foto: Erik Schneider
. Roggwil-Berg: Nur kurze Verschnaufspause, dann gehts gleich wieder in die 18 Promille Steigung.
Foto: Erik Schneider
. Bald ist das Meisterstück vollbracht.
Die Maschine hats allen gezeigt, Baujahr 1926 und rüstig wie zu besten Zeiten.
Dennoch waren alle Beteiligten froh, dass Herisau bald erreicht war.
Lager und Motorentemperatur lagen nach der Ankunft absolut im Normbereich, Zeugnis von der Revisionsleistung der Arbeitsgruppe.
Foto: Pascal Zingg
. Kurz vor Herisau, weit geht der Blick Richtung Bodensee.
Mit lautem Summen zieht die De 6/6 ihren schweren Zug bergwärts.
Foto: David Gubler
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Herisau und 2 ehrwürdige Ladys!
Foto: Daniel Ammann
. Bis Gossau blieb der Zug und Be 4/4 am Haken.
Foto: Pascal Zingg
. Im goldenen Abendlicht strampelt das Seetalkrokodil am Fotografen vorbei.
Foto: Tibert Keller
. Im Feuer des Abendrots entschwindet die herrliche Landschaft der Ostschweiz, es wird langsam Nacht, die Reise indes ist noch lange nicht beendet.
Foto: Tibert Keller
. Nächtlicher Signalhalt im RB Winterthur.
Eine zufriedene Lokmannschaft, eine begeisternde Leistung der Maschine und ein von den Eindrücken und Erlebnissen überwältigter Autor werden gegen 22:30 das Heimatdepot in Brugg erreichen.
Was für ein Tag ist zu Ende, war es Traum oder Wirklichkeit?