Willkommen zu einer Zeitreise über das ehemalige gesamte Streckennetz der Seetalbahn.
Der besseren Uebersicht wegen, wurde die Linie in 4 Streckenabschnitte aufgesplittet.
Schwergewicht wurde dabei auf die Infrastruktur sowie die Aufnahmegebäude gelegt, ist doch Einiges inzwischen aus dem Alltag gänzlich entschwunden.
Geschichte, Daten sowie historische Aufnahmen sollen uns die über Jahrzehnte laufenden Veränderungen eindrücklich vor Augen führen.
Ich wünsche viel Spass auf dieser zu grossen Teilen historischen Entdeckungsreise!
Grund zum Bau dieses Seitenastes war der Anschluss an die Haupttransversale Zürich-Bern die zur damaligen Zeit via Baden-Brugg über Wildegg führte.
Bei der Betriebsaufnahme 1883 Emmenbrücke - Lenzburg bestandin Lenzburg lediglich Anschluss zu den privaten Regionalbahnen der Nordostbahn und Nationalbahn.
Die als eine der Ersten Nebenbahnen in der Schweiz überhaupt (nach der Eröffnung der Stichstrecke) eingeführten Schnellzüge mit Halt in Wildegg - Lenzburg Stadt - Beinwil am See - Hochdorf und Emmenbrücke unterstrichen deren Wichtig und Notwendigkeit!
Nicht alle Züge bedienten fortan den Bahnhof Lenzburg über die Betrieblich aufwendige Spitzkehre, sondern fuhren ab Lenzburg Stadt direkt nach Seon.
Besondere Merkmale dieses Abschnittes war das Schmetterlings-Perrondach in Wildegg, der Tunnel unter dem Damm der NOB/SCB später SBB sowie die Spitzkehre in Lenzburg Stadt.
Die symetrische 3 Weg-Weiche und das Stellwerk der Firma Vögele waren bis zum Abbruch 2005 das Aelteste und Rarste was die SBB überhaupt im Bestand führten.
Wildegg, Niederlenz und Lenzburg Stadt waren die Bahnhöfe an dieser Strecke.
Heute sind die Schienen komplett abgebaut, der Jugendstil-Bahnhof Lenzburg Stadt wurde im Februar 2003 abgebrochen.
Niederlenz wurde 2003 an Privat verkauft und ist Heute renoviert.Ein Restaurant im ehemaligen Güterschuppen bestückt mit alten Bahnfotos etc.lädt zu Speis und Trank.
Der Bau der Heitersberglinie 1975 und damit die Verlegung der Hauptachse Zürich-Bern über Lenzburg, liess die Strecke in Folge, in die Bedeutungslosigkeit absinken.
Am Abend des 3.6.1984 hatte die Linie ihren Dienst nach 89 Betriebsjahren quittiert.
Es sollte ein über 20 Jahre ! dauernder Dornröschenschlaf bis zum endgültigen Abbau folgen.
Datenblatt:
Eröffnet: 1. Oktober 1895
Streckenlänge: 4.020 Km
Grösste Steigung: 37 Promille (Lenzburg Stadt -Spitzkehre)
Elektrifiziert: STB-Strom 10.Mai 1910 SBB-Strom Oktober 1930
Höhendifferenz: 353 m Wildegg - 407 m Spitzkehre
Fahrzeit 1909: 9 min
Stillgelegt: 3. Juni 1984 Personenverkehr
3. Juni 1984 Güterverkehr Wildegg - Lenzburg Industrie
30. März 2005 Güterverkehr Spitzkehre - Lenzburg Industrie
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. 1903: Einfahrt in den rechten, separaten STB-Teil zur Zeit des Dampfbetriebs.
Links das Hauptgleis der NOB-Linie, Zürich - Brugg - Bern.
Das Aufnahmegebäude, erbaut 1858 gehörte der NOB, die Seethalbahn hatte vertraglich geregeltes Mitbenützungsrecht.
Noch ist die Remise nicht vergrössert, das Perrondach wurde erst 1917 erstellt.
Am Gleisfeld-Ende liegt die Drehscheibe samt Wasserkran und Kohle-Depot.
Foto: Sammlung Daniel Ammann
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. Situationsplan anno 1957
Stellwerk Seetalteil: Bruchsal G Baujahr 1945
Befehlsstellwerk: Jüdel 1915
Wärterstellwerk: Jüdel 1915
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. Emailschilder des Fahrstrassenhebels: Einfahrt Wildegg Seetalteil.
Sammlung Daniel Ammann
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. 1870: das Foto gleicht einer Sensation, der NOB-Bahnhof steht praktisch im Grünen!
Von Wildegg sind erst wenige Häuser ersichtlich, das Bahnareal ist gerade mal 12 Jahre jung.
Foto: Archiv Gemeinde Möriken-Wildegg
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. 1899: vom Stellwerkanbau weit und breit keine Spur, 2 Fenster und 1 Türe sind am Mitteltrakt auszumachen.(man entschuldige die schlechte Bildqualität)
Das Gebäude läuft noch unter NOB Regie.
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. 1927: die Nordseite des Gebäudes hat bereits eine Veränderung hinter sich indem das linke Fenster, zur Türe mutiert ist.
Der Fahrdraht ist erst seit 2 Jahren gezogen.
Nebst dem Wartesaal in I.Klasse exisiert auch noch jene der II. und sogar III. Klasse!
Foto: Sammlung Daniel Ammann
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. 1939: nebst dem AG ist auch der Traktor mit Holzvergaser intressant.
Die Fassade im "Laubsägelistil" ist verschwunden.
Noch ist der Uebergang mit Barriere gesichert, später wird er duch eine Unterführung ersetzt werden.
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. 1950: sehr schön sind die baulichen Veränderungen am Gebäude sichtbar, mit den 3 grossen Fenstern hat sich die Fassade nun markant geändert.
Rechts steht das angebaute Gebäude mit dem am 20.6.1915 in Betrieb genommnen Befehlsstellwerk System Jüdel.
Foto: Sammlung Daniel Ammann
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. Innenansicht des Anbaus mit dem Jüdel Befehlsstellwerk von 1915.
Am 25.Oktober 1998 wurde es zusammen mit dem Wärterstellwerk ausser Dienst genommen. Heute wird Wildegg von Olten aus ferngesteuert.
Foto: SBB Historic
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. Per 16.4.2007 hat der Bahnhof als Solches ausgedient, der Wartsaal wird zugesperrt.
Die Schalter waren bereits schon seit längerer Zeit geschlossen worden.
Foto: Daniel Ammann
. 9.9.2009: vom ehemaligen AG hat ein Restaurant, Bar und Gartenbeiz, Besitz ergriffen.
Laut SBB Baugesuch, soll demnächst das Gebäude umfassend renoviert werden.
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2005: Das Seethal- Schmetterlingsperrondach steht seit 1917 an seinem Platz.
Noch liegt der separate Seetalteil, der abgestellte Rottenwagen ist zugleich das letzte Fahrzeug auf dessen Schienen.
Das filigrane rare Stück, notabene das Letzte seiner Art in der Schweiz, bleibt erfreulicherweise erhalten.
Foto: Daniel Ammann
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Betriebsbild: am 10.7.2004 passiert der TEE von SBB Historic den Bahnhof.
Noch steht die alte Fahrleitung und das Seethalperrondach besitzt noch beidseits Geleise.
Foto: Daniel Ammann
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. 1983: soeben verlässt der De 4/4 Pendel das Gleisfeld Richtung Niederlenz.
In wenigen Monaten ist der reguläre Bahnbetrieb, Geschichte.
Foto: Archiv Tramclub Basel
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. . 1.1.2012: ein geteerter Verladeplatz ist aus dem ehemaligen Gleisareal geworden.
Vom 19.-23. März 2007 wurde das ganze Gleisfeld abgebaut, 112 Jahren Bahngeschichte sind entschwunden.
Neue Masten auf der Linie Brugg - Aarau haben die filigrane Fahrleitung abgelöst.
Foto: Daniel Ammann
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. 14.2.2009: Das AG wurde durch ein nüchternes Kundencenterdach abgelöst.
Die früher hier tätige Rangierlok Ee 3/3 durch die Diesellok Bm 4/4 abgelöst.
Foto: Daniel Ammann
Was kaum für möglich gehalten wurde, sprach man doch schon von Abbruch wurde doch noch Tatsache, ein Rückumbau in Richtung Ursprungszustand. Das entfernen von Anbauten und Umbauten sowie nachproduzieren von verlorenen Elementen wurde in Auftrag gegeben.
Erste Kontakte hatte der Autor mit der Denkmalabteilung der SBB schon vor Jahren.
Nachdem ich das Modell umgesetzt hatte, wurden die Fachleute von der Neugierde geweckt.Fotos wirken inspirierend, der Entschluss reifte zur Sanierung.
Mit Freude konnte ich miterleben wie das Vorbild dem Modell nachrekonstruiert wurde. Es war klar, dass Buget und das bautechnisch Mögliche, Kompromisse beinhalten würden.
Ein wohl sehr seltener wie spannender Zufall für einen Modellbauer!
Mit viel Liebe und handwerklichem wie historischem Sachverstand ist aus dem tristen Gebäude, ein Vorzeigebahnhof geworden.Den Verantwortlichen kann man nur gratulieren!
. 20.2.2010: auf dem Rückumbau in den Zustand um ca.1950 presentiert sich das AG rundum verpackt.
Foto: Doris Ammann
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. 10.7.2010: die Hüllen sind gefallen!
Nicht nur der Bahnhof, auch das Schloss Wildegg im Hintergrund durchläuft zurzeit eine umfassende Aussenrenovation.
Foto: Daniel Ammann
. Insbesondere die rekonstrurierten Sandsteinelemente und die neuen Holztüren gefallen sehr.
Foto: Daniel Ammann
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. Noch ist der Umbau nicht fertig, sind wir gespannt auf das Schlussresultat.
Foto: Daniel Ammann
1.8.2010: nun ist auch das Geländer auf den Annexbauten angebracht worden.
Noch fehlen die Lampen, der Sockel soll auch noch aufgefrischt werden.
Foto: Daniel Ammann
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. Sehr schön wurde die Glasfront am Stellwerkhäuschen rekonstruiert.
. Heute dient das Perrondach als Autoabstellplatz.
Kaum jemand errinnert sich noch daran, dass hier mal umgestiegen wurde.
Ob es wohl auch neu gestrichen wird? Es würde sich zum AG gut presentieren.
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. 1925: noch steht das Perrondach nicht und das angebaute Abborthäuschen verrichtet noch seinen Dienst.
Foto: Sammlung Daniel Ammann
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. Gleisplan von 1957
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. Mitte der 60-er Jahre zeigt sich der Bahnhof in voller Betriebsmontur.
Unter dem 1931 erstellten Perrondach steht noch das mechanische Stellwerk das am 17.6.1935, in Betrieb kam.
Noch ahnte Niemand, dass rund 20 Jahre Später, hier kein Zug mehr fährt.
Foto: Sammlung Daniel Ammann
. Das mechanische Stellwerk samt deren 2 Klappscheiben-Hauptsignale wurde am 27.11.1969 durch das Drucktasten Stellwerk Domino abgelöst.
Foto: Daniel Ammann
Geheimtip: im ehemaligen Güterschuppen integrierten Restaurant, haben das Wirtepaar Baumann eine liebevoll zusammengestellte Dokumentation rund um den Bahnhof Niederlenz angelegt.
Während den normalen Oeffnungszeiten kann z.B nach einem feinen Essen in Errinnerungen gestöbert und geschwelgt werden. Nachfragen lohnt sich, nicht nur für Eisenbahnfans!
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. Betriebsbild mit Re 4/4" die Güterwagen ihres Gmp, ins Gleis 3 stellt.
Foto: Kurt Jufer
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. Im September 2006 hat das Gebäude einen Neuanstrich erhalten!
1 Woche nach dieser Aufnahme entfernte man die Gleisanlagen, überlebt hat lediglich der Weichenhebel fürs ehemalige Gleis 3.
Foto: Daniel Ammann
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22.12.2008 dieser Anblick wird der Vergangenheit angehören.
Auf dem ehemaligen Trassee kommt eine Zubringerstrasse zu liegen, schön hat der ehemalige Bahnhof seine original Stationstafel und Uhr wieder zurückerhalten.
Foto. Daniel Ammann
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. Am 14.4.2009 sind die Bagger erneut aufgefahren.
Dort wo früher Gleis 2 lag, kommt neu eine Strasse zu liegen.
Foto: Daniel Ammann
. 14.4.2009: die ehemalige Ein/Ausfahrt Seite Wildegg wurde aufgeschüttet.
Rechts liegen (und wird so bleiben) die letzten Reste von Gleis 3.
Foto: Daniel Ammann
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. 1984 ist die gesamte Infrastruktur samt Barriere Seite Lbst noch in Betrieb.
Foto: Ernst Jufer
. 29.6.2009: die Arbeiten zur Neugestaltung rund um das ehemalige Bahnhofsgebäude, sind angelaufen.
Auf der bisherigen Strasse wird ein Neubau erstellt, das ehemalige Bauernhaus am linken Bildrand (siehe Foto oben), ist bereits Geschichte.
Im Vordergrund liegen die letzten MeterStreckengleis , in wenigen Wochen werden auch sie herausgerissen sein, damit endet der 1895 erstellte eiserne Weg definitiv.
Foto: Doris Ammann
. 3.10.2009: die Strasse hat vom ehemaliegen Bahntrasse vollends, Besitz ergriffen.
Wie auf einer Insel steht das Aufnahmegebäude der ehemaligen Seethalbahn da.
In Kürze werden Motor statt Schienenfahrzeuge "einfahren".
Bald wird mit dem Bau der Neuüberbauung anstelle des Bauernhauses begonnen werden.
Foto: Daniel Ammann
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. 14.4.2010: mit der Ueberbauung wird auch ein Teil des ehemaligen Trasses mitbenützt.
Richtung Lenzburg Industrie wird zurzeit der Schotter ausgebaggert.
Foto: Daniel Ammann
. 3.4.2011: der Neubau des Hauses ist beendet, die neue Strassenführung gelegt.
Das Bild hat sich radikal gewandelt, fuhr hier mal eine Eisenbahn?
Foto: Daniel Ammann
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1927: HerrlicheAbladeszene in der Sagerei Fehlmann
Aufnahmen mit den O Wagen sind äusserst selten!
Man beachte auch die Werkbahn-Schienen im Normalspurgleis, dies als Fortsetzung des Firmenanschlusses.
Im Hintergrund der 1.Wolkenkratzer von Lenzburg mit Jahrgang 1912.
Foto: Herr Fehlmann
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Am linken Bildrand liegt der Tunnel unter dem Bahndamm hindurch.
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. Der Verriegelungsapparat stand in Abhängigkeit mit dem Stellwerk von Lenzburg Stadt.
Skizze der dazugehörigen Emailschilder
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Die Am 843 verlässt im Herbst 2004 soeben das Nordportal des 36 m langen Tunnels und fährtin die Industrie ein.
Fotos. Daniel Ammann
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Der gleiche Fotostandpunkt am 14.6.2008.
Statt Schienenweg nun Veloweg, der Blick durch den Tunnel geht auf die 2005 eröffnete Kerntagente.
Uebrigens finden sich Heute noch an der Decke Spuren, der Fahrleitungsbefestigung von 1910!
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Nach wenigen Metern Fahrt ist der letzte verbliebene Anschlusspunkt erreicht.
Die Firma UFA kämpfte bis vor Bundesgericht für Ihren Gleis-Anschluss.
Vergebens, per 30. März 2005 kam das definitive Aus.
1 Tag Später erfolgte bereits der Abbruch der Gleisanlagen, das Semaphor in Bildmitte, verschwand Tage zuvor über Nacht.
Foto: Daniel Ammann
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22.12.2008: auf den ehemaligen Gleisanlagen ist eine Tiefgarage und Bürobauten entstanden.
Die Firma UFA hat die Produktion der Futterfabrik längst stillgelegt, mit den Gleisen verschwanden auch die Arbeitplätze.
Foto: Daniel Ammann
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Betriebsbild: 1982 war die Welt noch in Ordnung.
Von Niederlenz herkommend durchfährt der Wildegger-Pendel mit De 4/4 1663 die Industrie. Links neben dem Holzschuppen, bog das Anschlussgleis zur Sagerei, auf dem Bild oben ab. Das Gleis ist bereits überwuchert, lag aber teilweise noch bis zum Abbruch 2005.
Foto. Peter Sautter
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. Im Juni 2008 finden sich noch letzte Gleisreste am Standpunkt des obigen Fotos.
Als Orientierungspunkt dient das im Modell, nachgebaute Hochhaus im Hintergrund.
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Totale anno 1983 über Lenzburg Industrie.
Soeben passiert ein Pendelzug mit einem RBe 4/4 an der Spitze, nach wenigen Metern fährt er in den Tunnel ein.
Neben dem RBe liegt Gleis 7 das den Anschluss zum Schopf herstellt.
Nach verlassen des Tunnels folgt der Bahnhof Lenzburg Stadt.
Foto: Erwin Suter
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22.12.2008: Gleicher Fotostandpunkt 25 Jahre Später!
Gleise, Industrieanschluss, Züge? Die Suche verläuft im Nichts, vom Fortschritt buchstäblich überrollt und vergessen.
Das Hochhaus anno 1912 im Hintergrund sowie der Schopf rechts, stehen noch immer an ihrem Platz!
Foto: Daniel Ammann
. 25.3.2011: abermals hat sich das Bild gewandelt, der Schuppen links ist samt Gleisanlage verschwunden.
Das ehemalige UFA Silo im Hintergrund wird zurzeit in Büros umgebaut, die letzten Gleisreste davor werden bald verschwunden sein.
Foto: Daniel Ammann
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. 27.3.2005: die letzte Fuhre steht auf Gleis 23 an der Verladerampe.
Am nächsten Tag werden noch die leeren Wagen zurückgeholt, 4 Tage später erfolgt der Abbruch!
Im Hintergrund steht der von Gleis 7 sowie 22 erreichbare Schopf.
Foto: Daniel Ammann
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. 25.5.2010: noch liegt der Rest von Gleis 22, der Schopf ist bereits gefallen.
Nicht mehr lange, dann werden auch diese Seetalbahn - Zeugen restlos verschwunden sein.
Noch liegen Restgleise von Gleis 23, mit dem geplanten Abbruch des ehemaliegen UFA Silos, werden auch diese in absehbarer Zeit das zeitliche Segnen.
Foto: Daniel Ammann
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. Das Foto entstand kurz nach der Eröffnung 1895.
Noch ist die Wiese links gegenüber des Bahnhofsgebäudes unverbaut.
Sehr schön ist auch die Brücke über den Aabach einsehbar.
Sammlung: Daniel Ammann
. 1902 steht eine der 6 Krauss E 3/3 mit versammelten STB Personal vor dem AG.
Laut Fahrplan hatte der Zug hier über Mittag, 1 Stunde Pause, die Lokmannschaft dürfte sich wohl jeweils im ansässigen Bahnhofsrestaurant gestärkt haben.
Sammlung. Daniel Ammann
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1907: eine der 4 Mogulloks Ed 3/4 verlässt die Station Richtung Spitzkehre mit ihrem Personenzug.
Noch herrscht reiner Dampfbetrieb, die Loks wurden jeweils auf der Drehscheibe in Wildegg, Kamin voraus abgedreht.
Die leere Wiese ist inzwischen mit dem Gebäudebau von 1898 (siehe Briefkopf unten) überbaut worden.
Sammlung: Daniel Ammann
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. Ablieferungsstation Lenzburg Stadt steht auf dem herrlichen Briefkopf.
Das Gebäude steht notabene wie weiter Unten sichtbar, Heute noch und vertreibt sogar noch die gleichen Waren!
Sammlung: Daniel Ammann
. 1926: Die frisch abgelieferte De 6/6 15302 ist auf Fotofahrt und posiert vor dem Jugendstilbahnhof.
Der Haltepunkt liegt exakt auf der Symetrischen-Dreiweg-Weiche, Patent Vögele!
Foto: BBC Archiv Baden
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. Auf dem Gleisplan von 1957 sind auch die Anlagen der Industrie und Spitzkehre aufgezeichnet.
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. Die Maschinenfabrik Vögele aus Mannheim lieferte zu STB Zeiten fast ausschliesslich die Stellwerke ins Seetal.
Der rare Vierkurbelapparat Baujahr1895 aus Lenzburg Stadt wurde gerettet und hält die damalige Epoche aufrecht.
Foto: Daniel Ammann
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Noch im Jahr 2001 steht das Bahnhöfli relativ im Grünen.
Kaum zu glauben, dass bereits 2 Jahre Später, alles verschwunden sein wird.
Foto: Daniel Ammann
. 18.8.2009: der Baum im Vordergrund, die Kirche und das Hero Dachschild im Hintergrund, das sind die Anhaltspunkte die 8 Jahre danach noch bleiben.
Foto: Daniel Ammann
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Betriebsbild: Soeben fährt der Pendelzug mit dem De 4/4 von Niederlenz herkommend ein.
Von 1979 bis 1982 pendelte der Autor unter der Woche zwischen Seon und Lenzburg Stadt um unmittelbar in der Nähe, seine Druckerlehre zu absolvieren.
Foto: Daniel Ammann
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. 2003: Vom 3.-12. Februar verabschiedet sich der Bahnhof Stück um Stück aus dem Stadtbild.
Ein Zeitraffervideo meines Coiffeurs, der alle paar Stunden seine Frau zum Schauplatz zittierte! zeigt nachhaltige Bilder.
An dieser Stelle mein herzlicher Dank ans Figaropaar, die Ueberraschung war perfekt.
Foto: Daniel Ammann
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. Die letzten Stunden sind für den Güterschuppen angebrochen.
Am Abend dieses Wintertages werden nur noch die Fundamente übrig sein, wie ein Leichentuch senkt sich still der Schnee darüber.
Foto: Daniel Ammann
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. 21.5.2006: Der genau gleiche Standpunkt wie auf dem BBC Foto oben.
Anstelle der Bahnanlagen brausen Heute Autos durch den Tunnel der Kerntangente.
Foto: Daniel Ammann
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3.5.2009: Noch nicht genug der Ueberbauung.
Exakt an der Stelle des ehemaligen Stadtbahnhof ist ein Glaspalast entstanden. Welch eine Veränderung gegenüber dem Bild anno 1926!
Einzig das inzwischen rote Haus samt ehemaliger Verladerampe am linken Bildrand, kann noch als Anhaltspunkt dienen.
Foto: Daniel Ammann
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Betriebsbild: Noch eine Andere Perspektive der Totalen Veränderung.
1972 steht das Gotthard-Krokodil Be 6/8III vor einem Seetalwagen Bi.
Das Gleis rechts im Vordergrund führte auf die Wagendrehscheibe des Mühle-Anschlusses.
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. Der gleiche Fotostandpunkt 35 Jahre Später.
Das Anschlussgleis und die damit angebundene Lenzburger Industrie wurden abgehängt, den Warentransport wurde der Strasse überlassen.
Als Orientierungspunkt soll die Rampe vor dem roten Haus dienen.
Fotos: Daniel Ammann
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3.5.2009: Eine weitere Ansicht mit dem nun neu entstandenen Glasbau.
Fuhren hier wirklich mal Züge?
Foto: Daniel Ammann
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. August 2003: soeben überqueren 2 ICN das Südportal des STB Tunnels.
Noch fahren Güterzüge unten durch und das Portal presentiert sich mit seinen gemauerten und schön eingepassten Steinquadern, inmitten von saftig grünem Bewuchs.
Wir befinden uns nun bereits auf dem Gleisareal von Lenzburg Stadt.
Foto: Daniel Ammann
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. 14.4.2009: Der Ausbau des Bahndamms auf 3 Spuren ist im vollen Gange.
Das ehemalige Tunnelportal samt Schienenstrang ist verschwunden, es wird um einige Meter Richtung Süden verlängert.
Anstelle der Steinquader wird nach dem Endausbau, nüchterner Beton folgen.
Foto: Daniel Ammann
3.5.2009: die Stützmauer zur Verbreiterung des Bahdamms ist nun in die Höhe gezogen.
Das ehemalige Tunnelportal hat sich komplett gewandelt.
Foto: Daniel Ammann
. 1.11.2009: noch ohne Bepflanzung und Schallschutzwände presentiert sich der erweiterte Südbahndamm.
Foto: Daniel Ammann
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. 14.4.2010: der Damm ist fertig!
Als Abschluss wurden dieser Tage noch die Lärmschutzwände obendrauf gesetzt.
Noch fehlt der Fahrdraht an den neuen Masten.
Foto: Daniel Ammann
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Von 1911 bis 1984 bestand ein Anschlussgleis zur Mühle Remund.
Via einer Wagendrehscheibe und Seilzug gelangten die Wagen zur Verladerampe.
Das Semaphor zeigt Freie Fahrt zur Spitzkehre, hinter der Barriere ist die Drehscheibe erkennbar.
Fotos: Frau Remund
Noch eine andere Ansicht, soeben wird ein K2 entladen.
Heute ist von all diesen Gebäuden, Nichts mehr vorhanden.
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1929: Dienststation Spitzkehre mit Wärterhäusschen und Garten.
Noch steht das Bezirksschulhaus nicht, im Hintergrund trohnt Schloss Lenzburg.
Foto: Sammlung Daniel Ammann
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. Von Lenzburg Stadt herkommend gehts in der Spitzkehre links, weiter Richtung Seon - Emmenbrücke.
Nach rechts , Richtung Bahnhof Lenzburg.
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. Die Verschlusstafel von Lenzburg Spitzkehre. Das Stellwerk Bruchsal G kam am 20.4.1939 in Betrieb.
Am 29.11.1974 wurde es durch ein Domino 55 zusammen mit den Semaphorsignalen, ersetzt.
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. Die Am 843 drückt im März 2005 einen der letzten Güterwagen in Retourfahrt von Lenzburg Stadt herkommend zur Spitzkehre hinauf.
Nach dem Umstellen der Weiche und des Vorsignals, gehts auf dem Gleis links, Vorwärts in den Bahnhof Lenzburg.
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Dort wo im Juni 2007 der Lastwagen steht, führte früher das Gleis mit der Am 843 (siehe Bild oben) hinauf zur Spitzkehre.
Hinter dem Bretterzaun versteckt sich die Strecke des Seetalers, Lenzburg-Emmenbrücke.
Der Baubeginn der Dreifachturnhalle hat die ehemalige Streckenführung gänzlich zum verschwinden gebracht.
Fotos: Daniel Ammann
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Im Juni 2008 hat sich das Bild erneut gewandelt.
Totale über den Bereich der ehemaligen Spitzkehre. Die Abzweigweiche lag bei den Bäumen im Hintergrund in ca. Bildmitte nach dem roten Platz.
Foto: Daniel Ammann
Im Juni 1983 erklimmt der De 4/4 1663 die 37 Promille Steigung von Lenzburg Stadt her. Beschaulich steht das ehemalige Wärterhäuschen an der Abzweigung der Wildegger-Linie.
Foto: Peter Sautter
Gleicher Fotostandpunkt am 25.6.2008.
Die ehemalige Spitzkehre ist kaum mehr wieder zuerkennen.Als Anhaltspunkt dienen das Vorsignal und der Mast im Vordergrund.
Auf dem ehemaliegen abzweigenden Trasseeeinschnitt ist nach dessen Auffüllung ein Sportplatz und weiter hinten rechts, eine Dreifachturnhalle entstanden.
Foto: Daniel Ammann
Im Herbst 2004 geht der Blick von Lenzburg Stadt her hinauf, zu der sich hinter der Kurve verbergenden Spitzkehre. Akustisch immer noch hörbar, die per Handbetrieb angetriebene, bimmelnde Barriere des Uebergang Angelrain!
Noch fahren die Güterzüge von/nach Lenzburg Industrie.
Foto: Daniel Ammann
Juni 2008, der Veloweg und die Dreifachturnhalle haben vom ehemaligen Gleisstrang komplett, Besitz ergriffen.
Die vom gleichen Standpunkt aus fotografierte Einstellung macht die eindrückliche Veränderung sichtbar.
Foto: Daniel Ammann
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Einsam und vergessen steht der Kilometerstein 1 im Dickicht.
Stummer Zeugen einer Eisenbahnstrecke, die niemals mehr, wiederkehren wird.
Foto: Daniel Ammann
* weiter geht die Reise unter Streckenteil 2, von Lenzburg bis Beinwil am See